2016-11-01 | Eucharistisches Wunder in Legnica, Polen

Aus dem Pfarrbrief 11.2016 der Gemeinde St.Gertrud, Herzogenrath:

Beeindruckend war, was unsere Weltjugendtagsgruppe im niederschlesischen Liegnitz erfuhr. Zu Weihnachten 2013 fiel dort beim Austeilen der heiligen Kommunion der Leib des Herrn auf den Boden. So geschieht es dann und wann auch in unseren Messen. Man legte die verunglückte Hostie in ein Gefäß mit Wasser und stellte es in den Tabernakel, um abzuwarten, bis sie sich aufgelöst haben würde. Denn Christus ist solange in der Eucharistie gegenwärtig, wie die äußere Gestalt des Brotes, sichtbar erhalten ist.

Als der Priester nach knapp zwei Wochen nach der Hostie schaute, war sie mitnichten aufgelöst. Vielmehr hatten sich auf ihr kleine rote Flecken gebildet. Aus den kleinen roten Flecken wurde mit der Zeit ein größeres Stück einer roten, gewebeartigen Substanz, die begann, sich von der übrigen Hostie, abzulösen. Zurück blieb – man muß es so sagen – ein Stück Fleisch. Nach über 500 wissenschaftlichen Untersuchungen stand am Ende zweifelsfrei fest: das Stück Hostie war zu einem Stück menschlichen Gewebes mutiert. Genauer, zu einem Stück eines menschlichen Herzmuskels – und zwar im Zustand des Todeskampfes! Am 10. April dieses Jahres, erkannte Papst Franziskus das Phänomen als ein Eucharistisches Wunder an.

Wir haben das rote Stück Fleisch mit eigenen Augen gesehen und uns darüber Gedanken gemacht. Andrzej Ziombra, der Pfarrer der St.-Hyazinth-Kirche, hielt uns eine Katechese Er beschwor uns, die Eucharistie über alles zu schätzen und sie nicht unbedenklich zu empfangen: „Kein Sonntag ohne Messe! Kein Kommunionempfang ohne Gewissensprüfung und – gegebenenfalls – nicht ohne vorherige Beichte!“

Ich für meinen Teil habe aus Liegnitz noch eine andere Botschaft mitgenommen. Es ist die Sorge um die Sorgfalt im Umgang mit dem Allerheiligsten. Bei der Austeilung der Hl. Kommunion soll daher ab dem 1. Advent die sogenannte Kommunionpatene wieder eingeführt werden. Sie wird bei der Austeilung des Herrenleibes unter das Kinn oder die Hände des Kommunikanten gehalten, um das Herabfallen der Hostie oder kleiner Partikel zu verhindern. Darin liegt ein Ausdruck des Glaubens, dass Christus auch in den kleinsten Teilchen der Hostie wahrhaft und wirklich gegenwärtig ist. Handelte es sich bei der Kommunion nur um den Empfang eines Brotstücks, das einen symbolisch an Jesus erinnert, so wie es deutsche Kommunionkinder in der Regel von ihren „Tischmüttern“ lernen, wäre eine solche Maßnahme überflüssig. Ist es aber der Leib des Herrn, der am Ende buchstäblich mit Füßen zertreten wird, weitet sich jede Unachtsamkeit zum ungewollten Sakrileg. Denn das Brot ist in der Wesensverwandlung Fleisch geworden! Es ist ein Geheimnis des Glaubens.

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt

Link für mehr Informationen:
Vatican-Magazin 11.2016: Eucharistisch Wunder oder Eucharistische Wunder (PDF)
Der Ortsbischof: http://www.jacek-legnica-sanktuarium.pl/wydarzenie-eucharystia
kath.net 12.2017: Das Weihnachtswunder von Liegnitz: http://www.kath.net/news/62160

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