2017-06-15 | Fronleichnam Aachen-Zentrum

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Fronleichnam ist die im Deutschen übliche Bezeichnung für das Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi), mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Es wird am Donnerstag der 2. Woche nach Pfingsten begangen.

Das Domkapitel Aachen lud an Fronleichnam zur festlichen Feier der Heiligen Messe auf dem Lindenplatz in Aachen ein.

Am Do., 15. Juni 2017, 10.00 Uhr fand der zentrale Fronleichnamsgottesdienst für die Innenstadtpfarrei Franziska-von-Aachen und für den Dom erneut auf dem Lindenplatz, ebenfalls im Stadtzentrum, statt. Bei schlechtem Wetter wäre der Fronleichnamsgottesdienst im Dom gefeiert worden.

Der Bischof von Aachen, Dr. Helmut Dieser, hat den Gottesdienst zelebriert. Nach der Messfeier fand die Prozession zum Aachener Dom statt. Dauer war ca. bis 12.00 Uhr.
Fotos hier: https://www.dropbox.com/sh/fxt72twg9qpxuv7/AACg8dQMF40Tj_VZE_D9H7aYa?dl=0

Quelle: https://www.aachenerdom.de/event/fronleichnamsmesse/

Historisches

In der Bischofsstadt Lüttich entwickelte sich im 13. Jahrhundert ein Zentrum der eucharistischen Lehre und Verehrung. Die Ordensfrau Juliana († 5. April 1258) erhielt seit dem Jahre 1209 wiederholt Visionen, die sie nach langem Gebet als Wunsch des Himmels nach einer liturgischen Feier zur Einsetzung der Eucharistie deutete.

Juliana erzählte schließlich ihre Vision ihrem Beichtvater und einigen Mitschwestern. Im Jahre 1247 ordnete der Bischof von Lüttich ein Eucharistiefest für seine Diözese an. Papst Urban IV., als Jacques Pantaléon vor seiner Wahl zum Papst Erzdiakon in Lüttich, schrieb es 1264, bestärkt durch das Hostienwunder von Bolsena, in der Bulle Transiturus de hoc mundo für die Gesamtkirche vor:

„Wenngleich die Eucharistie jeden Tag gefeiert wird, so halten wir dafür, sie wenigstens einmal im Jahr ehrwürdiger und feierlicher zu begehen. Die anderen Dinge nämlich, derer wir gedenken, begreifen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, erhalten aber deshalb nicht ihre Realpräsenz. In dieser sakramentalen Gedächtnisfeier Christi dagegen ist Jesus Christus, wenngleich unter anderer Gestalt, in seiner eigenen Substanz bei uns gegenwärtig. Denn bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, sagte er: ‚Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‘ (Mt 28,20).“

Prozession

Kennzeichnend für das Fronleichnamsfest ist die eucharistische Prozession. Die Fronleichnamsprozession gehört nicht zur Liturgie der Kirche, sondern zu den Pia exercitia („fromme Übungen“), die von den Bischöfen geregelt werden. Sie schließt sich in der Regel an die heilige Messe an. Die Gläubigen begleiten die vom Priester oder Diakon getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten (einer konsekrierten Hostie) in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt. Die „theophore“ Prozession wird regional auch „Gottestracht“ (von mhd. trahte, Substantiv zu „tragen“) genannt.

Ablaß

Ein vollkommener Ablass wird unter den gewöhnlichen Bedingungen demjenigen Gläubigen gewährt, der an einer feierlichen eucharistischen Prozession, von denen jener am Hochfest des Leibes und Blutes Christi die höchste Bedeutung zukommt, sei es innerhalb des Kirchengebäudes, sei es außerhalb, in frommer Gesinnung teilnimmt (vgl. Enchiridion indulgentiarum 1999).

Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Fronleichnam

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