2017-07-08 | „Eine Heilige für unsere Zeit“ – Die berührende Geschichte von Chiara Corbella Petrillo

Textquelle: CNA (deutsch):

Chiara Corbella Petrillo lebte ein kurzes Leben. Sie traf ihren Mann Enrico Petrillo mit 18 Jahren, wurde die Mutter von drei Kindern, und starb im Alter von 28 Jahren.

Aber was in diesen zehn Jahren geschehen ist, hat die Herzen von Tausenden Menschen auf der ganzen Welt berührt. Erzählt wird die Geschichte im Buch „Chiara Corbella Petrillo: Zeugin der Freude“ von Sophia Institute Press.

„In der Geschichte des Ehepaars Petrillo erkennen viele Menschen eine vom Himmel geschenkte Vorsehung von Trost“, sagen Simone Troisi und Christiana Paccini, enge Freunde der Petrillos, die Chiaras Leben als Biographie geschrieben haben.

„Sie entdecken, dass es in keiner Situation einen wirklichen Grund gibt, traurig zu sein. Dies liegt daran, dass Chiara zeigt: Wenn man Gott als Führer hat, dann gibt es kein Unglück“, sagen sie CNA.

Chiara und Enrico heirateten in Italien am 21. September 2008, nachdem sie sich in Medjugorje im Jahr 2002 kennengelernt hatten. In den ersten Jahren ihrer Ehe war das junge italienische Paar mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, darunter der Tod von zwei Kindern, die beide nur 30 Minuten nach der Geburt verstarben.

Chiara wurde ein drittes Mal schwanger, diesmal mit ihrem Sohn, Francesco. Allerdings kam mit der freudigen Nachricht von ihrer Schwangerschaft auch die einer tödlichen Krebs-Diagnose für Chiara. Ihr Krebs war eine ungewöhnliche Erkrankung der Zunge, die später als Karzinom diagnostiziert wurde.

Chiara lehnte jede Behandlung ab, die ihr Leben während der Schwangerschaft hätte retten können, weil diese das Leben ihres ungeborenen Sohnes riskiert hätten. Als der Krebs fortgeschritten war, wurde es schwierig für Chiara zu sprechen und zu sehen. Ihre letzten Tage auf Erden wurden besonders unerträglich.

„Ihre [Chiaras] Leiden wurden zu einem Ort der Heiligkeit, weil es der Ort ist, an dem sie Gott begegnete“, erinnern sich Troisi und Paccini.

Obwohl viele Paare Schwierigkeiten hätten, war etwas bei den Petrillos anders, sagen Troisi und Paccini: die beiden vertrauten sich der Gnade Gottes an. Dies machte ihre Familie besonders gleichmütig. Sie schlossen Frieden mit der Tatsache, diass Chiara nie alt werden würde mit Enrico, und niemals Francesco aufwachsen sehen.

In den letzten Tagen Chiaras folgte Enrico dem Beispiel seiner Frau. Er gab sich der Gnade Gottes so hin, wie es Chiara tat und sagte: „Wenn sie zu jemandem geht, der sie mehr liebt als ich, warum sollte ich verärgert sein?“

Chiara starb am 13. Juni 2012, daheim, in ihrem Hochzeitskleid umgeben von Familie und Freunden. Obwohl ihr irdisches Leben vorbei war, blieb sie weiterhin eine Zeugin der Freude.

Troisi und Paccini glauben, dass Chiaras Vermächtnis weiterlebt, weil sie zeigte und vorlebte, dass die „Liebe wirklich existiert“. Weder sie noch Enrico hätten Angst vor der Liebe gehabt, vor der Ehe oder davor, sich der Familie zu widmen und verpflichten.

Nach Angaben der Autoren zeigte das junge Paar, dass „es der Sinn unseres Lebens ist, zu lieben. Verheiratet zu sein ist eine wunderbare Sache, ein Abenteuer, das einem im Zuhause den Weg zum Himmel weisen kann.“

Die bemerkenswerte Geschichte von Chiara und Enrico „ist eine Geschichte über Erlösung, in der Gott sich als ein treuer Gott zeigt, auf den sie vertrauen und in dem sie nicht enttäuscht werden“, sagen Troisi und Paccini.

Den beiden Autorinnen ist es wichtig, zu betonen, dass Chiara keinswegs eine besondere oder gar außergewöhnliche Frau gewesen sei. Vielmehr kämpfte sie mit vielen menschlichen Ängsten und Sorgen, vor allem mit dem Gedanken an Schmerzen, Erbrechen und Fegefeuer.

„Sie hatte die gleichen Fragen, die wir haben, die gleichen Einwände und Kämpfe, die gleichen Ängste“, sagten Troisi und Paccini. Das Besondere an ihr war allein „ihre Fähigkeit, alles dem Vater anzuvertrauen, und die Gnade zu empfangen, die sie von ihm brauchte, um den nächsten Schritt zu gehen, den sie gehen gehen musste“.

Die Freundinnen Troisi und Paccini erinnern sich gerne an Chiara. Sie erzählen, dass bei den Petrillos selbst ganz gewöhnliche Dinge zu außergewöhnlichen Momenten führten; etwa wenn ein Gespräch beim Kochen zu einem Gespräch über den Himmel führte.

Chiara wird „eine Heilige für unsere Zeit“ genannt. Obwohl sie erst vor wenigen Jahren starb, lebt ihr Vermächtnis weiter und hat Menschen in aller Welt beflügelt, ebenfalls Zeugen der Freude zu sein.

„Heute ist diese Freude sichtbar bei allen, die ihr Leben mit ihr teilten: Auch wenn sie sie vermissen, erleben sie eine mysteriöse und tiefe Freude“, erklären Troisi und Paccini.

„Wir können nicht genug betonen, dass Chiara tat, was sie tat, nicht weil sie auf ihre eigene Stärke vertraute, sondern auf die Gnade und den Trost Gottes … Sie zweifelte nie an Gottes Treue und seiner Verheißung von Glück“.

Textquelle: CNA (deutsch)

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