2018-01-02 | Filmkritik: „Die Hütte“

Am Neujahrstag habe ich die DVD des Kinofilms aus 2017 „Die Hütte“, eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von William Paul Young angesehen.

Hier die Story in Kurzfassung:
Während eines Familienausflugs wird die jüngste Tochter von Mackenzie Allen Philips entführt. In einer abgelegenen Hütte finden sich Hinweise, dass sie ermordet wurde. Vier Jahre später ist Mack noch immer in tiefer Trauer gefangen, als er eine seltsame Nachricht erhält. Der Absender? Gott selbst, der ihn zu einem Wochenende in besagter Hütte einlädt. Trotz aller Zweifel begibt sich Mack auf die Reise ins Ungewisse – nicht ahnend, dass das, was ihn in der Hütte erwartet, sein Leben für immer verändern wird ...“
Mehr Infos z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_H%C3%BCtte

Hintergrund: Basierend auf William Paul Youngs gleichnamigem Weltbestseller ist den Machern eine herausragende Verfilmung der Romanvorlage gelungen: ein gefühlvolles Drama mit bewegenden Bildern und einer Top-Besetzung, darunter Sam Worthington („Avatar“) und Octavia Spencer (Oscar für „The Help“).

Trailer:

Bestelloption:
z.B. hier: https://www.gerth.de/index.php?id=205&sku=924961

Eigene subjektive Wertung:
Das Buch habe ich leider nicht gelesen. Aber den Film finde ich insgesamt gut gelungen. Er ist nie langatmig, auch wenn er überwiegend aus Dialogen besteht und kaum Action beinhaltet. Es werden in dem Film mehrere aktuelle kritische Themen angerissen, wie z.B: „wie kann Gott so viel Leid zulassen“. Im Fortsetzung zu der Frage geben viele Menschen Gott selbst die Schuld für so viel Elend und Leid. So auch die Hauptfigur des Films: Mackenzie. Dabei ist Leid eine Folge des freien Willens, den uns Gott gab. Ein weiteres großes Thema ist Vergebung. Mackenzie ist in eigenem Gefängnis der Selbstvorwürfe gefangen und kümmert sich daher nur noch rudimentär um seine Familie. Aus diesem Zustand will in „Papa“ (Gott) befreien. Zu dem Gefängnis gehört aber auch der Haß auf seinen Vater, der in in der Kindheit schlug, und auf den Mörder seiner jüngsten Tochter Missy. Erst als er den schmerzhafen Prozeß der Vergebung geht, findet er zurück zu Frieden und Freude in seinem Leben. All diese Lernprozesse erfolgen in einem sagen wir „Therapiewochenende“ mit Gott in Form der Heiligsten Dreifaltigkeit (Trinität), zu der Gott Mackenzie in eine einsame Hütte am See eingeladen hat. Vor der Hütte, die nun ein einladendes, gemütliches Blockhaus ist, begegnet er der Trinität in Form von normalen menschlichen Personen. Gott der Vater erscheint als fürsorgliche Afroamerikanerin, die sich von ihm „Papa“ nennen lässt und in der Küche arbeitet, Jesus Christus als hebräischer Handwerker, der oft in seiner Werkstatt zu tun hat, und der Heilige Geist als asiatische Frau mit Namen Sarayu („Wind“), die sich um den Garten kümmert. Sicher kann man die Art der Darstellung der Trinität kritisieren, aber vom Wesen her sind alle drei doch eher göttlich – nämlich liebend und sorgend sowie auch einig – dargestellt. Das kommt dem christlichen Verständnis der Trinität aus meiner Sicht schon recht nahe. Man darf den Film aber nicht als theologische Darstellung der göttlichen Trinität mißverstehen. Vielmehr geht es um das zentrale Problem bei vielen Menschen: Nämlich die Befreiung aus Schuld und Hass hin zur Freude am Leben und zu einem Vertrauen auf Gott. Diese Befreiung wird in dem Film sehr christlich und anschaulich nahegebracht (und zur Nachahmung empfohlen).

Ich kann den Film nur sehr empfehlen, wenn er mich auch einige Tränen gekostet hat :).
Ich gebe 5 Sterne *****.

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