2019-01-01 | Filmkritik „Ihr Name war Maria“

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A heutigen Hochfest der Gottesmutter Maria wollen wir einen ihr gewidmeten Film vorstellen: Ihr Name war Maria (Originaltitel: Maria di Nazaret) ist eine zweiteilige deutsch-italienische Koproduktion aus dem Jahr 2012. Er wurde Weihnachten 2012 in 3sat gezeigt und Ostern 2013 im Ersten Programm der ARD. Interessant sind die Interviews mit den beiden Hauptdarstellern Alissa Jung (Maria) und Andreas Pietschmann (Jesus): https://www.br.de/presse/inhalt/pressedossiers/ihr-name-war-maria146.html . In der Kurzbeschreibung bei Amazon heisst es u.a.: „Dieser grandiose Zweiteiler spiegelt die vielfältigen Facetten der Gottesmutter wider (…) Jeder dritte Zuschauer [in Italien] verfolgte das Schicksal der Gottesmutter, großartig, ausdrucksstark und wortkarg gespielt von Alissa Jung.“ Wikipedia schreibt über den Film: „Ihr Name war Maria ist einer der erfolgreichsten Bibelfilme der letzten Jahre.“ Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Ihr_Name_war_Maria . Eine Bildergalerie gibt der BR: https://www.br.de/presse/inhalt/pressedossiers/ihr-name-war-maria-100.html . Auch Papst Benedikt XVI hatte den Film gesehen und 2012 kommentiert: https://www.kath.net/news/36608

Ihr Name war Maria erzählt die ganze Geschichte des neuen Testamentes bis zur Auferstehung Jesu, jedoch aus dem Blickwinkel der Gottesmutter Maria, beginnend mit ihrer Kindheit, über die in den Evangelien nicht viel berichtet wird. Näheres erfahren wir darüber aber z.B. in dem Werk „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta. Es wäre interessant, zu erfahren, wie der Drehbuchautor Francesco Arlanch zu der Geschichte gekommen ist, die dann der Regisseur Giacomo Campiotti verfilmt hat.

Inhalt: Früh zeigt sich, dass die Tochter von Joachim und Anna – Maria – etwas besonderes ist. Die Eltern überlassen Maria dem Tempel in Jerusalem zu ihrer Erziehung und Bildung. Auffällig sind Gestik und Mimik der Maria im Film, die immer fröhlich und vertrauensvoll schaut, auch wenn sie manches nicht sofort versteht. In dieser Story ist interessant, dass Maria Magdalena im gleichen Dorf Nazareth mit Maria aufwächst, jedoch mit ganz anderer, ja kontroverser Biographie. Die beiden Frauen begegnen sich öfter auf ihrem Lebensweg. Lebensnah herausgearbeitet ist auch der Konflikt zwischen Maria und ihrem Verlobten Josef als sie sichtbar schwanger aus Judäa von ihrer Verwandten Elisabeth zurückkehrt und Josef sich schwer tut anzunehmen, dass das Kind durch göttliche Überschattung entstanden sein soll. Ähnlich ausführlich berichtet Valtorta darüber. Der Regisseur versucht nicht, die biblisch erwähnten Engelverkündigungen real darzustellen sondern lässt die Engel in gleissendem undurchschaubaren Licht erscheinen und überäßt das Aussehen der Engel so dem Zuschauer. Bibelfilme laufen immer Gefahr, die biblische Überlieferung entweder kitischig-verklärt oder aber zu menschlich darzustellen. Alissa Jung als Maria überzeugt hier jedoch als würdevolle aber dennoch ganz reale Mutter des Jesus (= Gott rettet).

Hier können Sie den Film „Ihr Name war Maria“ im Internet sehen:

Teil 1: https://gloria.tv/video/xmAyYoFx2AEC4V3Dc1tWcjYpU

Teil 2: https://gloria.tv/video/sBDXVTFTK83Q6qXbQYHokk247

Add-on:

Interview mit Alissia Jung (in engl.): https://youtu.be/89xfw5bMj4c

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