2019-07-19 | Redemptionis Sacramentum zur Korrektur von Liturgiemißbräuchen

 

Heilige-Eucharistie

Mit den Anfangsworten Redemptionis Sacramentum wird eine Instruktion der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zitiert. Redemptionis sacramentum handelt über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind. Die Instruktion vom 25. März 2004 wendet sich damit zum wiederholten Mal gegen Liturgiemissbräuche, die schon seit der ersten Liturgie-Enzyklika Mediator Dei 1947 vom kirchlichen Lehramt teils geduldet, teils halbherzig bekämpft wurden. Das Schreiben ist an Bischöfe, Priester, Diakone und allen christgläubigen Laien des römischen Ritus und der Riten der lateinischen Kirche gerichtet, damit diese sie umsetzen (Nr. 2+3).

Es wurde nicht beabsichtigt, eine Zusammenfassung aller Normen über die heiligste Eucharistie (siehe: Compendium eucharisticum) vorzulegen. Es sollen geltende Regelungen darin aufgegriffen werden, um den tiefen Sinn der liturgischen Normen zu bekräftigen und diese zu erklären und vervollständigen (Nr. 2).

Es lohnt sich, dieses Schreiben zu lesen.

Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Redemptionis_sacramentum

Was, wenn ich Zeuge eines Liturgiemißbrauchs war?

Redemptionis sacramentum äußert sich dazu wie folgt:

183. Alle haben entsprechend den Möglichkeiten in ganz besonderer Weise dafür zu sorgen, daß das heiligste Sakrament der Eucharistie vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Mißachtung bewahrt wird und alle Mißbräuche vollständig korrigiert werden. Dies ist für alle und für jeden einzelnen eine sehr wichtige Aufgabe, und alle sind ungeachtet der Person zur Verwirklichung dieser Aufgabe gehalten.

184. Jeder Katholik, ob Priester, Diakon oder christgläubiger Laie, hat das Recht, über einen liturgischen Mißbrauch beim Diözesanbischof oder beim zuständigen Ordinarius, der ihm rechtlich gleichgestellt ist, oder beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes Klage einzureichen. [290] Es ist aber angemessen, daß die Beschwerde oder Klage nach Möglichkeit zuerst dem Diözesanbischof vorgelegt wird. Dies soll immer im Geist der Wahrheit und der Liebe geschehen.

Weiterhin ist es angemessen, zunächst den betreffenden Priester persönlich auf seine Verfehlung hinzuweisen.

Interview von Zenit vom 01.06.2004 mit Kardinal Arinze über die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“

„Es ist klar, dass die Eucharistiefeier kein Gottesdienst für einen Juden, einen Muslim, Hindu oder Angehörigen der traditionellen Religionen ist.“
Der nigerianische Prälat und Kardinal Francis Arinze war der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, jenes Dikasteriums des Heiligen Stuhls, das am 23. April 2004 die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ herausgegeben hat.
Zum ganzen Interview: http://www.kath.net/news/7782

Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg im November 2005 über die Eucharistie seit dem II. Vatikanischen Konzil anhand der Instruktion „Redemptionis sacramentum“

Seine Ausführungen im Wortlaut siehe:  http://www.kath.net/news/12142

Textquellen von Redemptionis Sacramentum

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