2020-07-07 | Standpunkt: Stellungnahme zu Forderungen des Diözesanrats Aachen

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Der Diösesanrat der Katholiken im Bistum Aachen hat Ende November 2019 eine Stellungnahme zur aktuellen Situation der Kirche veröffentlicht: https://dioezesanrat-aachen.de/aktuelles/nachrichten/a-blog/Stellungnahme-zur-aktuellen-Situation-der-Kirche/

Der Diözesanrat lud dabei ein zu einer persönlichen Stellungnahme bezüglich seiner Forderungen hinsichtlich einer Kirchenreform: https://dioezesanrat-aachen.de/arbeitsbereiche/lebendige-kirche/stellungnahme/

Im Folgenden finden Sie eine persönliche Kommentierung zu den Forderungen:

Reform der Machtstrukturen: Bischöfe und Priester müssen wieder wahre Hirten werden. Eine Hierarchie basierend auf Berufung ist der bewährteste Weg einer guten geistlichen Führung des Gottesvolkes. Bischöfe und Priester muss als Hirten eingeräumt werden, auch fehlgeleitete Personen oder Institutionen zu korrigieren. Laien müssen mehr administrative und Evangelisierungs-Aufgaben übernehmen, damit Priester mehr Zeit für die Seelsorge haben. Dazu bedarf es einer fundierten spirituellen Ausbildung der Laien. Ziel von Kirche muss es sein, eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus zu entwickeln basierend auf einer Kultur des Willkommen-heißens aller Hinzukommenden und des Förderns des spirituellen Wachstums in Gemeinschaft. Dazu gehört auch, dass Verantwortungsbewußsein für den Mitchristen sowie zum Nächsten zu stärken auf beiden Ebenen, der sozialen wie auch der spirituellen Ebene.

Reform des Priestertums. Siehe oben zu Machtstrukturen. Wir müssen Priesterberufungen fördern durch ein Klima der Wertschätzung und Achtung der Priester sowie durch deren fundierte spirituelle Ausbildung, denn kein Laie kann die heilsnotwendigen Sakramente spenden und es braucht dringend wieder wahre Hirten, die – wie Jesus – dem Gottesvolk vorangehen und es zum spirituellen Wachstum anregen und ermutigen.

Reform der Sexualmoral. Es gilt, den Schatz der derzeit noch verbindlichen Sexualmoral zu heben und neu zum Strahlen zu bringen. Ich hörte jüngst das Zeugnis eines Abiturienten, der vor einer Ehe bewußt nicht mit seiner Freundin intim werden will, um das Sakrament der Ehe zu etwas Besonderem und Heiligen werden zu lassen. Mit diesem Standpunkt erregt er Aufsehen und kann damit auf Jesus hinweisen und also evangelisieren. Das in der Bibel Geschriebene können wir nicht aufheben, denn es ist Gottes Offenbarung und Wille – zu unserem Heil. Daher sind Ehebruch und Homosexualität nicht mit dem Christentum vereinbar.

Kommentator: A. Vogg

Titelfoto by Gerd Altmann from Pixabay

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