2021-05-18 | Die Botschaft von Garabandal

Zwischen 1961 und 1965 erscheint die Gottesmutter Maria in 1961 kleinen Bergdorf Garabandal der Provinz Santander vier Mädchen (Conchita, 12 Jahre, Maria Cruz, 11 Jahre, Maria Dolores (Loli), 12 Jahre, Jacinta, 12 Jahre). Maria bezeichnet sich als » Madonna vom Berge Karmel «.

Es beginnt mit einer stummen Erscheinung eines Engels am 18.06.1961. Am 24.06. wurde den Kindern eine für sie unlesbare Tafel gezeigt. Bei der 10. Erscheinung am 01.07. erklärt der Engel, er sei der Erzengel Michael und er werde zusammen mit der Gottesmutter wiederkommen. Die erste Marienerscheinung ist am 02.07.1961. Maria erscheint mit zwei Engeln flankiert in einer Hand dasSkapulier, inder anderen das kleine Jesuskind. Die Kinder erzählen von ihrem Leben und beten zuletzt mit Maria den Rosenkranz. Am 03.07. kamen die getrennten Kinder zur selben Zeit am Erscheinungsort ein, wo Maria nur mit dem Jesuskind erschien. Sie bitten Maria, Rosenkränze zu küssen und zu segnen. Später spricht Maria länger vertraulich zu ihnen. Am 04.07. erklärt Maria den Hinweis auf der Tafel vom 24.6. und bat um Veröffentlichung erst am 18.10.1961:

» Wir sollen viele Opfer bringen, viel Buße tun.
Wir sollen oft das heiligste Altarsakrament besuchen.
Vor allem aber sollen wir gut sein.
Wenn nicht, wird ein Strafgericht über uns hereinbrechen.
Der Kelch ist bereits daran, sich zu füllen.
Wenn wir uns nicht bessern, wird uns eine sehr große Strafe treffen.
Die Jungfrau will, daß wir ihre Botschaft beherzigen, damit uns Gott nicht
bestrafe «

Diese Botschaft an die Kinder wiederholt sich in den nachfolgenden Erscheinungen. Conchita wird als vermeintliche Anführerin abgesondert und in Santandér untersucht. Ohne Befund. Mit dem 29.07. beginnen ekstatische Wanderungen unter physikalisch extremen Bedingungen durch Dorf und Umgebung. Pater Ramón Andréu SJ ist lange Zeit vor Ortund einer der Wichtigsten Zeugen und Kenner der Vorgänge. Später kommt sein Bruder Pater Luis Maria Andréu dazu und sie dokumentieren gemeinsam bzw. im Wechsel. Maria bittet um eine Michaelskapelle. Pater Luis fällt selbst in Extase und berichtet währen der Heimreise am Abend:

» Ich bin glücklich! Die Hl. Jungfrau hat mir ein großes Geschenk gemacht.
Was für eine gute Mutter haben wir im Himmel! Wir brauchen uns vor
dem übernatürlichen Leben nicht zu fürchten. Die Kleinen zeigen uns,
welche Haltung wir der Gottesmutter gegenüber einnehmen sollen. Für
mich gibt es keinen Zweifel: Das von den Kindern ist echt. Warum hat
Gott gerade uns erwählt? Heute ist der glücklichste Tag meines Lebens! «
Wenige Minuten später ist er tot – Herzschlag .. .

Später sprechen sie Kinder öfter mit dem Verstorbenen. Er erzählt ihnenauch Details aus seinem Leben.

Die Ankündigung eines großen Wunders und einer welterschütternden Warnung erfährt Concita am 01.06.1961, darf darüber aber nichts sagen. Das Datum erfur sie Januar 1963 und informierte 1966 darüber Papst Paul VI. Nur soviel verriet sie: Es werde an einem Do. um 20.30 Uhr stattfinden und 15 Minuten andauern. Bei den Pinien wird ein übernatürliches Zeichen zurückbleiben als Erinnerung an die Warnung. Die Botschaft zur Warnung erhielt Concita am 19.06.1965:

» Die Warnung, die uns die Gottesmutter schicken wird, wird wie eine Strafe sein, um die Guten Gott noch näher zu bringen und die anderen zu warnen. Worin die Warnung bestehen wird, kann ich nicht preisgeben. Die Gottesmutter hat mir nicht den Auftrag gegeben, es zu sagen … Gott möchte, daß wir dank dieser Warnung besser werden und weniger Sünden gegen ihn begehen. Wenn wir daran sterben, wird es nicht durch das Geschehen der Warnung selbst sein, sondern durch die starke Erregung, die wir beim Anblick und Verspüren der Warnung empfinden werden. Wenn ich nicht auch die nächste Strafe kennen würde, so würde ich sagen, daß es keine ärgere Strafe als die Warnung geben kann. Alle Menschen werden Angst haben, aber die Katholiken werden es mit mehr Ergebung tragen als die anderen. Es wird nur von ganz kurzer Dauer sein.
Die Warnung ist eine Sache, die direkt von Gott kommt. Alle Menschen auf der ganzen Welt werden sie sehen können, egal, wo immer sie befinden sollten. Es wird wie die Offenbarung unserer Sünden sein (im Inneren jedes einzelnen). Gläubige und ungläubige Menschen aller Erdteile werden sie sehen und spüren … Die Warnung wird viel schrecklicher sein als ein Erdbeben. Es wird wie ein Feuer sein. Es wird nicht unsere Körper verbrennen, aber wir werden es an Leib und Seele spüren. Alle Nationen und alle Menschen werden es gleich spüren. Niemand kann ihm entgehen. Und selbst die Ungläubigen werden die Angst vor Gott spüren. Selbst wenn du dich in dein Zimmer einschließt und die Fensterflügel schließt, kannst du ihm nicht entgehen … Die Gottesmutter hat Namen des Phänomens gesagt. Es beginnt mit >A< (auf spanisch! Wie Avisio) … Das Beste wäre es, wir würden in diesem Augenblick in einer Kirche sein, Jesus würde uns die Kraft geben, es besser zu ertragen … Ich bin müde, es anzukündigen, und die Welt nimmt es mit Gleichmut hin! «

Am 19.06.1962 und an den nachfolgenden Tagen haben Maria Dolores und Jacinta Visionen des Strafgerichtes, daber geben sie schreckliche Schreie der Angst von sich. Später sagen die beiden: „Es wird schrecklicher sein, als würde man verbrennen!“

Da die Kinder in der Folgezeit nur Sonntags die Kommunion empfangen können, spendet ihnen während einiger Zeit der Erzengel Michael aus einem goldenen Kelch die Kommunion, gleichzeitig weist er sie an, sie kniend, mit gefalteten Händen und auf die Zunge zu empfangen. Als Conchita den Einwand einiger Priester Maria vorträgt, daß ein Engel nicht konsekrieren könne, hört sie die Antwort, daß der Engel die bereits konsekrierten Hostien aus einem irdischen Tabernakel entnimmt. Für die Umstehenden ist diese Kommunionausteilung unsichtbar, sie sehen nur die Kinder. Am 18.07.1962 kam es zu einem gut belegten Hostienwunder auf Concitas Zunge.

Ab dem Januar 1963 erscheint Maria nur noch selten, meist sind es »innere Gespräche«
(Einsprechungen), die die Kinder mehr beseligen als die sichtbaren Erscheinungen. Zweimal hat Conchita Einsprechungen Jesu. Die Mädchen beginnen zu zweifeln, behaupten, nie die Jungfrau gesehen zu haben …

Bei einer Einsprechung Mariens am 08.12.1964 kündigt sie die Bekanntgabe einer weiteren Botschaft durch den Erzengel Michael am 18.06.1965 an. Viele Menschen kommen zu diesem Termin nach Garabendal, das völlig überfüllt und im Gedränge ist. Conchita ist entrückt, merkt offenbar nichts von dem Gedränge und Getöse. Das überzeugt viele Menschen von der Echtheit. Am nächsten Tag wird die empfangene Botschaft in mehreren Sprachen verkündet:

» Da man sich meine Botschaft vom 18. Oktober 1961 nicht zu Herzen nahm und sie nicht in der Welt verbreitet hat, sage ich euch, daß dies die letzte ist.
Bisher füllte sich der Becher, nun läuft er über. Die Priester, Bischöfe und Kardinäle gehen in großer Zahl den Weg des Verderbens und reißen noch viel mehr Seelen mit auf diesen Weg. Der Eucharistie schenkt man immer weniger Beachtung.
Ihr sollt euch ernstlich bemühen, dem Zorn Gottes über euch zu entgehen. Wenn ihr ihn mit aufrichtiger Seele um Verzeihung bittet, wird Er euch verzeihen.
Ich, eure Mutter, möchte euch durch den heiligen Erzengel Michael sagen lassen, euch zu bessern. Dies sind schon die letzten Warnungen an euch! Ich liebe euch sehr, und ich will eure Verdammung nicht. Bittet uns aufrichtig und wir werden euch geben, um was ihr bittet. Ihr sollt mehr Opfer bringen, denkt an das Leiden Jesu! «

Die letzte Erscheinung ist am 13.11.1965. Maria erscheint mit kleinem blonden Jesuskindauf dem Arm undsagt zu Cochita:

»Conchita, warum verzichtest du nicht auf den Kaugummi um meine Sohnes willen? … Erinnerst du dich, was ich dir an deinem Namenstag sagte, daß du viel leiden wirst? Ich sage es dir nochmals. Hab Vertrauen zu uns, und du wirst das Leid gern tragen, um unserer Herzen willen und für das geistliche Wohl deiner Brüder und Schwestern … Ich komme nicht für dich, sondern für alle meine Kinder, mit dem Wunsch, sie unseren Herzen zu nähern.«

Nachdem Maria die ihr hingehaltenen Sakramentalien geküsst hat und die Fürbitten angehört hat, fragt sie Conchita, ob sie immer gehorchen werde. Conchita antwortet, dass es leichter wäre, wenn sie Maria immer sehen könne. Darauf antwortet Maria:

» Tu deinerseits alles, und wir werden dir helfen, auch meinen Kindern Loli, Jacinta
und Maria Cruz … Es wird das letztemal sein, daß du mich hier siehst, aber ich bleibe bei dir und allen meinen Kindern! … Conchita, warum besuchst du nicht öfter meinen Sohn im Tabernakel? Warum läßt du dich von Faulheit überkommen und besuchst ihn nicht? Er wartet Tag und Nacht auf Euch! «

Daruf bittet Conchita, in den Himmel mitgenommen zu werden. Maria antwortet:

» Du mußt erst deine Hände voll von guten Werken haben, vollbracht für deine Brüder und Schwestern und für die Verherrlichung Gottes … Jetzt sind sie leer. «

Nach Ende der Erscheinungen haben die Seherinnen starke Glaubenszweifel an den Geschehnissen in St. Sebastian de Garabandal wie auch hinsichtlich ihrer Berufung. Sie fallen in ein Nichts zurück und müssen jede Selbstgefälligkeit und Hochmut ablegen. Dennoch werden in der Folgezeit laufend Wunder und Bekehrungen aus Garabandal berichtet.

Eine erste Untersuchungskommission ist voreingenommen und kommt schnell zu dem Schluß, dass die Erscheinungen „nicht übernatürlich“ seien. Viele wertvolle Zeugen wurden dabei nicht berücksichtigt. Später unter einem anderen Ortsbischof gab es eine zweite Untersuchungskommission. Seitdem ist der kirchliche Status von Garabandal „weiter unklar.“


Quelle: G. Hierzenberger, O. Nedomansky: Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria, Weltbild Verlag 2008.

Zusätzliche Botschaft aus Garabandal zu den drei letzten Päpsten:

„Es war der 3. Juni 1963. Die Nachricht vom Tod von Papst Johannes XXIII. war gerade in Garabandal bekannt geworden Conchita war zusammen mit ihrer Mutter auf den Weg in die Kirche, um für die ewige Ruhe des Pontifex zu beten. Auf dem Weg dorthin lauscht Conchita in ihrem Inneren der unverwechselbaren Stimme Unserer Mutter, die zu ihr sagt: „Nach diesem Papst sind es nur noch drei; und dann [wird] das Ende der Zeit sein“. Nach einer Weile erklärt die Muttergottes, dass, obwohl sie sagt, dass es nur noch drei Päpste geben wird, es einen weiteren geben würde, dieser aber „die Kirche für eine sehr kurze Zeit regieren würde“, weshalb Sie ihn nicht in dieser Liste berücksichtigt. Es gibt Zeugen, die bestätigen, dass Conchita noch im selben Monat, Juni 1963, diese Präzision verkündet. (…)“

Quelle: https://www.garabandalderfilm.com/de/garabandal/garabandal-und-die-drei-paepste

Weitere Infos und Verweise auf Literatur siehe:
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Garabandal

Weblinks

Videos

Dieser Beitrag wurde unter Erscheinung, Mystiker abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.