2021-10-10 | Ohne Gebet ist alles Nichts

Gebet ist das, was alles verändert. Warum? Gebet ist Gespräch mit Gott, der uns immer zuerst ruft, und schon zuerst da ist, weil er immer gerne bei seinen Kindern ist. So war es schon bei Adem & Eva im Paradies. Er wartet ständig geduldig darauf, dass wir unseren Kopf zu Ihm erheben und den Kontakt erwidern. Maria erklärt 1986 in Medjugorje kurz und prägnat, was das Gebet bewirkt: Gott schenkt Gnaden, die uns ermöglichen, in der Heiligkeit zu wachsen. Siehe:

„Liebe Kinder!
Heute lade ich euch alle zum Gebet ein. Ohne Gebet, liebe Kinder, könnt ihr weder Gott noch mich fühlen noch die Gnaden, die ich euch gebe. Deshalb rufe ich euch auf, daß ihr den Tag immer mit Gebet beginnt und mit Gebet beendet.
Liebe Kinder, ich möchte euch von Tag zu Tag mehr ins Gebet führen. Ihr könnt aber nicht wachsen, weil ihr nicht wollt. Ich lade euch ein, liebe Kinder, dem Gebet den ersten Platz zu geben. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Botschaft aus Medjugorje vom 03.07.1986. Betrachtungen zur Botschaft: Hier

Warum ist aber seelisches Wachstum bzgl. Heiligkeit erstrebenswert? Adam und Eva waren in ihrer menschlichen Natur perfekt geschaffen. Sie waren reich an Gnaden und Fähigkeiten. Und sie waren gut. Durch ihren Sündenfall und die Sünden der Nachfahren verlor der Mensch viele seiner Gnaden. Aber Gott gab uns Hilfsmittel, um die verlorenen Gnaden zurück zu gewinnen. Neben den Sakramenten ist das vor allem das Gebet. Es gibt in der Bibel zahlreiche Stellen, bei denen die ideale Beziehung Mensch-Gott mit einer ehelichen Mann-Frau-Beziehung verglichen wird. Und das, obwohl der Mensch Geschöpf und sterblich und intellektuell begrenzt ist, während Gott so unendlich viel erhabener, unfassbar intelligent und ewig ist.

Wir reden hier also von einer sehr ungleichen Beziehung ähnlich wie zwischen einer Ameise und einem Elefanten. Haben wir nicht schon sehr ungleiche Paare beobachtet, insbesondere auch, wenn sie verliebt sind und wir speziell in diesen Fällen staunend erkennen: Die Liebe macht die größten Unterschiede zunichte. Das Wesen der Liebe ist, dass sie sich uneigennützig verschenkt. Die wahre Liebe liebt den Anderen seiner selbst wegen, einzig wegen der wunderbaren Person, die sie ist. Finanzen, Ansehen und Aussehen rücken da in die zweite (unwichtige) Reihe. So muß es auch mit der unfassbaren göttlichen Liebe zu den Menschen sein. Gott „vergißt“ quasi sein Gottsein, um die Liebe eines Menschen zu gewinnen. Hätte er sich sonst ans Kreuz nageln lassen?

Was passiert nun, wenn der Mensch auf den Ruf der Liebe Gottes antwortet – im Gebet? Tun Verliebte nicht Alles für Ihren Geliebten? Gott, der ganz Liebe ist, gibt also Alles. Seine Geschenk-„Währung“ sind Gnaden, die uns heiliger – also Ihm ähnlicher – machen. Um im Vergleich mit den obigen Tierrelationen zu bleiben: Gott liebt es, wenn wir wachsen – bis zur Katze. Und diese ist um eine Vielfaches größer als eine Ameise. und doch liebt Er auch bereits die Ameise. Was können wir nun Gott schenken? Im Gebet schenken wir Gott unsere kostbare Zeit, wobei unsere Gedanken ganz bei Ihm sind. So ist das perfekte Gebet eines voller Liebe und Hingabe – so wie wir auch mit unserem frisch verliebten Lebenspartner umgehen würden.

Sr. Faustina durfte am 27.11.1936 einen Blick in den Himmel werfen. Dabei notiert sie:

„Und Gott gab mir zu erkennen, was in seinen Augen unendlichen Wert hat – es ist die Liebe zu Ihm. Liebe, Liebe und nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen …“

Strecken wir uns also aus nach dem, der uns sooo sehr liebt, und zwar im Gebet und in Liebe – im Geist und in der Wahrheit!

P.S. Hier gibt es aktuell 2 Vorträge von Pfr. Peter Meyer zum Thema Gebet (vom 25.09.2021):
https://www.youtube.com/channel/UC-UUbyZiMiglvZ8lQ_aiOrw


Bild Ameise von juliocb auf Pixabay
Bild Katze von Ty Swartz auf Pixabay
Den Titelspruch hat Dr. Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) bekannt gemach
t.

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