2021-10-18 | Das Reform-Manifest

Wer steckt hinter dem Reform-Manifest? Auf ihrer Homepage https://neueranfang.online/ lesen wir:

„Der Arbeitskreis Christliche Anthropologie ist eine freie Initiative, worin Christen, die Anthropologie, Ethik, Philosophie, Theologie und Publizistik lieben, ein neues Gespräch eröffnen.
Angesichts vielfältiger Bedrohungen der menschlichen Lebenswelt will der Arbeitskreis die Frage nach dem Menschen neu durchdenken.
Grundlage ist die menschliche Würde, wie sie im jüdisch-christlichen Menschenbild entworfen ist. Die Angemessenheit, Schönheit, Lebenskraft und Schutzmacht dieses Ansatzes soll wieder zum Leuchten kommen und ins öffentliche Gespräch gebracht werden.“

Quelle: https://neueranfang.online/arbeitskreis-christliche-anthropologie/

Redaktionell verantwortlich für die Homepage ist Bernhard Meuser.

Die 9 Thesen des Reform-Manifestes sind die Folgenden:

1.) LEGITIMATION
„Legitim sind Forderungen in der Kirche nur dann, wenn sie aus dem Evangelium begründet, in den Glauben aller eingebettet und von der universalen katholischen Kirche mitgetragen werden.“

2.) REFORMKONZEPT
„Die Kirche bedarf einer Reform an Haupt und Gliedern, aber jede echte Reform in der Kirche beginnt mit Bekehrung und spiritueller Erneuerung. Die Kirche gewann noch nie Salz und Licht zurück durch Reduzierung der Ansprüche und strukturelle Anpassung an die Welt.“

3.) EINHEIT MIT DER GANZEN WELTKIRCHE
„Wir sind Teil der ‚einen, heiligen, apostolischen und katholischen Kirche‘. ‚Dass alle eins sind‘, ist Jesu letzter Wunsch. Wir leiden schon heute genug unter den Spaltungen des Leibes Christi und wollen nicht noch einmal eine deutsche Sonderkirche.“

4.) MACHT
„In der Kirche geht alle Macht vom Herrn aus. Macht in der Kirche ist immer nur geliehene Macht, und sie kann nur in demütigem Dienst an den Menschen bestehen. Ihre Ausübung muss legitim und transparent sein; falschen Machtgebrauch von Hirten aber mit der Herrschaft der Büros zu beantworten, ist kein Weg für die Kirche.“

5.) FRAUEN
„Dem Beispiel Jesu folgend, muss das Charisma von Frauen in der Kirche noch tiefer erkannt werden. Es ist aber abwegig, die Zuweisung des priesterlichen Dienstamtes an Männer als Diskriminierung von Frauen zu deuten.“

6.) EHE
„Das Sakrament der Ehe ist der Bund einer Frau und eines Mannes mit Gott und das unvergleichliche Heilszeichen für die Treue Gottes zu seinem Volk; dieses Zeichen darf niemals in eine Reihe gestellt werden mit rein menschlichen Verbindungen welcher Art auch immer.“

7.) SEGNUNG GLEICHGESCHLECHTLICHER LEBENSGEMEINSCHAFTEN
„Keinem Menschen darf der Segen Gottes vorenthalten werden. Die Kirche muss aber jeden Anschein vermeiden, als würde sie einen dem Ehesakrament vergleichbaren Segen zur „Ehe für alle“ und zu gleichgeschlechtlichem Sex geben.“

8.) LAIEN UND PRIESTER
„Der Dienst der Kirche an der Welt ist Laien und Priestern gemeinsam und ohne Unterschied in den Zielen und der Würde anvertraut. Trotzdem sollten Laien tun, was nur Laien tun können und Priester den Dienst leisten, wozu sie durch die Kirche berufen und durch die Weihe befähigt wurden.“

9.) MISSBRAUCH
„Der sexuelle Missbrauch ist der Mühlstein um den Hals der Kirche. Amtsträger in der Kirche sind zu messen an der Transparenz, mit der sie Vergehen in der Vergangenheit aufarbeiten und Prävention für die Zukunft betreiben. Wir wenden uns aber gegen den Missbrauch mit dem Missbrauch.“

Quelle und Details zu obigem Reform-Manifest: https://neueranfang.online/manifest/

Wer obige Thesen mitragen kann, kann unten auf der Seite https://neueranfang.online/manifest/ dieses Manifest auch persönlich unterzeichnen.

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